Acid Jazz kann als
ein relativ junges Genre betrachtet werden. Elemente
des Soul, Funk und auch elektronischer Musik werden
mit Jazz
kombiniert. Viele moderne Formen der Tanzmusik, wie
z.B. Dance Hall, Hip Hop und House wurden durch diese
Kombinationen nachhaltig geprägt.
Die Namensgeschichte
reicht bis zum Ende der 80er Jahre zurück. Zwei DJs,
Gilles Peterson und Eddie Piller, amüsierten sich über
den damals allgegenwärtigen Acid-House Trend. Der Überlieferung
nach wurde diese Bezeichnung dann einfach übernommen.
Das Fachmagazin Rough
Guide Jazz schreibt diese Neuentwicklung aber weniger
dem eigenwilligem Musikstil, als viel mehr einem Marktphänomen
zu. Die Menschen haben wieder mehr Gefallen an „älteren
Platten“ gefunden und kombinierten diese „Kulthits“
nun mit zeitgenössischen Rhythmen. Einige Künstler wie Jamiroquai, Incognito oder Jestofunk
zählen zu den namhaften Künstlern
dieses Genres.
Schwerpunktgebiet dieser Musik
und deren Künstler war wohl Groß Britannien. Livegigs
hingegen wurden eher selten gespielt, da die meisten
kreativen Köpfe dieses Genres sich beim „Acid-Jazzen“
auf der Bühne eher eingeschränkt fühlten. Vielmehr
findet es Anklang in Clubs, da es von vielen DJs als
tanzbare Musik empfunden wird.